Aktuell - womit wir uns gerade beschäftigen...


August/September 2016

Das Engagement von Katharina Malek für das Airborne-Laser-Projekt mit Frau Prof. Sester, Universität Hannover und von Andreas Bauerochse für das Dendro-Projekt mit der Universität Göttingen haben sich gelohnt, wie die folgende Pressemitteilung und das geplante Poster zum Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, zeigen. Allen Beteiligten herzlichen Dank, daß diese für den Harz wegweisenden Projekte so konsequent verfolgt wurden!

Zwischenzeitlich haben sich die fleißigen Mitarbeitern auf der Grabung zu spannenden Befunden vermutlich des 13. Jhs.n.Chr. vorgearbeitet in eine Zeit, in der die Zisterzienser aus Walkenried wesentlich an dem Betrieb des Rammeisbergs beteiligt waren.







Juli 2016


Wie beinahe schon Tradition, fand die jährliche Geländeübung der Chemiker der Leibniz-Universität Hannover von Dr. Robert Lehmann auf der Grabung im Alten Lager Rammelsberg statt. Analysiert wurde das südliche Profil zum Rammelsberg hin, um die abgerutschten Schichten deutlicher ansprechen zu können. 



Juni 2016


Die Grabungen im Alten Lager gehen wieder los. Unterstützt in bewährter Form durch die Arbeitsagentur Goslar und die Caritas wird dem mittelalterlichen Bergbau auf den Leib gerückt und zunächst die Winterschäden beseitigt, die Profile grob geputzt.





Die jährliche Tagung der Archäologischen Kommission Niedersachsens finden im Rammelsberg statt (s. links zur AK). Neben dem Festvortrag des Beiratsmitgliedes Prof. Dr. Heiko Steuer  kann die Montanarchäologie mit guten Ergebnissen aufwarten, die Exkursion - danke an Katharina Malek u.a. wurde perfekt organisiert.

 

(Foto: H.Haßmann, NLD)

 

Mai 2016

Ist ER da, oder ist ER nicht da…?

Die Sanierung des Oderteiches gewährte der Montanarchäologie im Rahmen einer Baubegleitung ungewöhnliche Einblicke in die Konstruktionsweise des Oderteiches. Die diskutierte Frage, ob das Holzgerinne  - revolutionär  für die damalige Zeit - in einem ‚Stollen‘, also einem Kanal verlegt war, der es ermöglichen sollte das Eichenstamm-‚Rohr‘ zu erneuern, ohne den Damm aufschneiden zu müssen, konnte endlich eindeutig beantwortet werden.



     

Ausgrabung am Oderteichdamm ( Foto A. Pfau, Harzwasserwerke GmbH)

 

 

April 2016

Die in der Denkmalpflege tätigen Montanarchäologen Deutschlands  zu Gast in der Arbeitsstelle Montanarchäologie.

Am 12. April haben sich die Montanarchäologen der Denkmalpflege im altehrwürdigen Sitzungssaal der ehemaligen Preussag AG am Rammelsberg zu einem informellen Austausch über länderübergreifende montanarchäologische Frage-/Problemfelder in der archäologischen Denkmalpflege getroffen. Die Arbeitsstelle dankt der Bergbau Goslar GmbH für die Erlaubnis den Raum nutzen zu dürfen!   




(v. l. nach r.) Ines Spazier, Christiane Hemker, Matthias Schubert, Guntram Gassmann, Lothar Klappauf, Katharina Malek, Manuel Zeiler und Klaus Sippel vor dem Mundloch des Tagesförderstollens am Rammelsberg (Foto: Andreas Bauerochse, NLD)

 

 

März 2016

Das große Abenteuer geht los: die Befahrung der unterirdischen Wasserläufe in Zusammenarbeit mit der Harzwasserwerke GmbH beginnt.

Bei den Wasserläufen handelt es sich um untertägige Stollen, in denen Wasser durchgeleitet wird. Sie stellen faktisch eine Variante der Gräben dar. Während die Gräben in offener Bauweise der Höhenlinie folgend mühsam um Berghänge herum geführt werden mussten, konnte dies mit Hilfe der Wasserläufe abgekürzt werden. Gegenüber Gräben gab es noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: im Winter erwärmte sich das Wasser untertage und erschwerte so das Zufrieren im Graben.



 

 Einfahrt in den Wasserlauf (Foto A. Pfau, Harzwasserwerke GmbH)



2015






 

 

Dezember 2015

Gute Sicht auf die Denkmale.

Die vegetationsarme Zeit ist die beste, um den Zustand der obertägigen Denkmale zu beurteilen. Im Innendienst wird das Magazin auf- und ausgebaut, die Dokumentation etc. archiviert.



 Begutachtung des Clausthaler Flutgrabens ( Foto B. Jobst, NLD)

 

 

November 2015

Es gilt vorübergehend Abschied zu nehmen.

Der ausgegrabene mittelalterliche, Stollenausbau aus Holz wird mit Geovlies abgedeckt und mit dem ihm umgebenden Erdreich abgedeckt. Damit ist er nach allen derzeitigen Regeln der Restaurierungskunst für die Zukunft gesichert. Er könnte später wieder aufgedeckt und in situ den Besuchern als ein ganz besonderes Highlight präsentiert werden 



  


Die am Holzplatz freigelegten und dokumentierten Hölzer sind sicher gelagert


    

 

September 2015

Ein neuer Rundweg fürs Welterbe wird archäologisch begleitet.

Dabei wird beim Befestigen der einzelnen Elemente im Boden darauf geachtet, dass keine Strukturen, die sich unterirdisch noch erhalten haben, zerstört werden. Diese Station musste leicht nach rechts verschoben werden, weil sie sonst Reste der Grabenstruktur zerstört hätte.



    

 

 Einbau einer Station des neuen Welterbeerkenntnisweges, der auf dem links im Gelände nur noch als Mulde zu erkennenden Graben hinweist.

(Foto K. Malek, NLD) 

 

 

Juli 2015

494 Schüler zu Gast auf der Ausgrabung Altes Lager.

Im Rahmen der Jugendakademie des Rammelsberges besuchten über 2 Wochen lang Schüler aus der Region unsere Ausgrabung. Nach einer Fahrt mit dem Schrägaufzug ging es los: zunächst wurde der Job des Indiana Jones beschrieben, bevor die Schüler eine echte Ausgrabung altersgerecht gezeigt und erklärt bekamen. Danach durften sie selber Hand anlegen und in speziell dafür vorbereiteten Ausgrabungsstätten auf die Suche nach Befunden und Funden gehen. Dem für die Archäologische Denkmalpflege der Stadt Goslar ehrenamtlich Beauftragten Friedrich-Albert Linke sei für die Vorbereitung der Ausgrabungskisten herzlich gedankt! 



   Schüler werden zur Ausgrabung geführt

 

 

Juni 2015

Ein Highlightfund wird in die Restaurierungswerkstätten gebracht.

Das 2013 während der Ausgrabung im Alten Lager entdeckte, mittelalterliche Förder(?)-seil wurde im Stollen, wo konstante Feuchtigkeit und Temperatur herrschen eingelagert. Jetzt wird es in die Restaurierungswerkstätten des Niedersächsischen Landesamtes nach Hannover gebracht, wo es von unseren Kollegen aus der Werkstatt fachkundig konserviert werden kann. Damit steht einer späteren Präsentation im Museum nichts mehr im Wege.




Das Seil wird für die Reise fertig gemacht.

(Foto: K.Malek, NLD)      

 

            

 

 

2014 







August 2014
Die Erzhalde mi abgelagerten Blei-Zinkerzen ist massiv und erfordert für den Querschnitt großen Aufwand.
Im Stollen ist die Sohle noch nicht erreicht, der Ausbau wird auch im verbrochenen Teil immer massiver.
Er soll zum Tag des Offenen Denkmals im September nach mindestens 500 Jahren wieder befahrbar sein....




(Foto: Bjorn Jobst, NLD)

Juli 2014

Wechselndes Wetter hält nicht davon ab, jede freie Minute am Befund zu verbringen. Konzentriert auf den frei zu legenden Stollen und auf eine Sondage durch die Erzhalde zeigen sich schon bald neue spannende Befunde. Neben den Spuren der Wagen- und Pferdespuren findet sich sogar ein menschlicher Fußabdruck. Im Stollen sind Bereinigungsarbeiten und weitere Schnitte durch die Sedimente notwendig, die eine aufwendige Dokumentation bedingen. Zur Konservierung und Restaurierung der Hölzer aus dem Stollen, wie auch der geborgenen Funde und Befunde, wie dem "Förderseil", laufen verschiedene Tests in den Werkstätten des NLD.



Menschlicher Fußabdruck im Horizont des 14./15. Jahrhunderts (Foto: Bjorn Jobst, NLD)

 Juni 2014

Der Alltag des Jahres 2013 in der Arbeitsstelle Montanarchäologie war wiederum geprägt von einer Reihe dringender Notbergungen, die zusammen mit dem Ehrenamtlichen beauftragten des Landkreises Goslar für die Archäologische Bodendenkmalpflege, Friedrich-Albert Linke und der Grabungsmannschaft der Caritas Goslar vom Alten Lager Rammelsberg bewältigt werden konnten. Mehrere Abschnitte des Neubaus der Restaurationsstätte auf der Harzburg bedurften der intensiven bauarchäologischen Betreuung. Geophysikalische Untersuchungen hatten im Vorfeld einen Eindruck von den zu erwartenden Befunden im Untergrund vermittelt. In gemeinsamen Unternehmungen mit Bauarchäologie in Hannover konnten verschiedene Leitungsgräben und die geplante Erweiterungsfläche untersucht und dokumentiert werden. Nach dem Abtragen der Deckschicht konnten die freigelegten Mauern des früheren Gaststättenbetriebes dokumentiert und erhalten werden, ohne daß ältere Befunde der Burg berührt wurden.


 


Bei den Arbeiten Auf der Harzburg wurden die Mauern des neuzeitlichen Baus dokumentiert

(Foto: R. Doppernas)

 

 

Dank der Unterstützung durch die Caritas Goslar mit einem vom Jobcenter Goslar geförderten Projekt, konnten die Grabungen im Alten Lager am Rammelsberg fortgesetzt werden.  Weitere Teile des spätmittelalterlichen Stollens wurden freigelegt und geborgen. Nach Abbau der Stollenfirste ist es nun möglich, die feinen Sedimente im Stollen schichtweise von oben her abzubauen. Noch immer ist rätselhaft, wozu der durch das Liegende getriebene Stollen diente in einer Bergbauphase, in der unter Tage bereits in über 100m Tiefe gearbeitet wurde. Möglicherweise ist er in Verbindung mit einer Reihe von Sicherungsmaßnahmen für den untertägigen Abbau zu sehen.

Die zeitgleichen Huf- und Karrenspuren am neben dem Stollen gelegenen Holzbearbeitungsplatz wurden sorgfältig auch 3-dimensional dokumentiert. Sie waren Betätigungsfeld für zwei Schüler aus Aurich, die im Rahmen der Auricher Wissenschaftstage ein 2-wöchiges Praktikum auf der Grabung absolvierten und eine beachtenswerte Leistung auf archäologischem Gebiet erbrachten.

Nur wenige Meter neben den Wagen- und Hufspuren war ein dickes Seil entdeckt worden, das den Eindruck eines weggeworfenen Förderseils erweckt. In mühevoller Kleinarbeit konnte es von den Mitarbeitern so freigelegt werden, daß eine Dokumentation in situ möglich wurde. Pünktlich zum Saisonende konnte das Seil im Block geborgen und mit Hilfe des Rammelsberg-Welterbemuseums in dessen Räume zur Enddokumentation gebracht werden. Die abschließende Konservierung wird in den Händen der Restaurierungswerkstatt des NLD in Hannover liegen.


Der Stolleneingang ist freigelegt, die Sohle noch nicht erreicht
(Foto: R. Doppernas)


Juni 2013: Das Symposium ist mit einigem Erfolg geschafft. Hervorragende Vorträge und neue Perspektiven sind sichtbar. Dank der guten Zusammenarbeit hat die Organisation ohne größere merkbare Fehler geklappt - Herzlichen Dank allen, die zum Erfolg beigetragen haben. Im Umfeld des Symposiums konnte auch der Wissenschaftliche Beirat der Harzarchäologie aufgefrischt wieder aktiviert werden, eine erste Sitzung ist für Oktober des Jahres vorgesehen,  Daneben das Tagesgeschäft mit bauarchäologischen Untersuchungen im Schloß Derneburg, super gemeistert von Richard Landwehr und Klaus Harenberg, Planung der Quartiersanierung um die Kaiserpfalz Goslar, die Auswirkungen des Welterbes u.a. im Areal des Werks Tanne bei Clausthal-Zellerfeld und die Arbeiten an den Burgen Harzburg und Burghagen bei Wolfshagen.


Mai 2013: Die freiliegenden Hölzer der Stollenfirste waren Ende letzten Jahres schon geborgen und unter Tage in einem Stollen gelagert worden. Erste denrochronologische Untersuchungen wurden durchgeführt und datieren einen Teil der obersten Hölzer an das Ende des 15. Jahrhunderts.
Dieses Jahr nun wurden schon die nicht so gut erhaltenen Hölzer geborgen, so dass nun der Stollen unterhalb der Firste freigelegt werden kann. Ziel der diesjährigen Grabungskampagne ist, die Sohle des Stollens zu erreichen und seinen Verlauf bis zum Liegenden zu klären. Mit besonderer Spannung wird der Frage nachgegangen werden, ob es sich bei den schräg liegenden Hölzern am jetzigen bergseitigen Ende des Stollens um den verkippten Verbau eines Schachtes oder um eine Rutsche handelt. Die bisherigen Ergebnisse werden vom 06. Bis 08. Juni auf einem Symposium der Fachwelt präsentiert, am 08. September , am Tag des Offenen Denkmals, werden wieder Führungen durch die Grabungsstätte stattfinden. - Probleme mit dem Welterbe beherrschen das Tagesgeschäft.


Stollen nach Abbau der Firste (Foto: R. Doppernas)


April 2013: Dank der Unterstützung durch Job-Center und Caritas Goslar kann die Grabung im Alten Lager Rammelsberg am 02. Mai weitergehen!

Zwei fleißige Praktikanten des Goslarer Allerlei helfen im Innendienst beim Aufräumen von Fundkartons und Altakten zur Abgabe in das Landesmuseum und ins Archiv..

Das Tagungsprogramm für Juni steht soweit

Tagungsprogramm

„Der Harz – Rohstoffquelle Europas seit der Bronzezeit?
06. Juni – 08. Juni 2013
1. Zirkular
Ort: Rammelsbergsaal im Weltkulturerbe Rammelsberg, Bergtal 19 in 38640 Goslar
Am 08. Juni: Tagungsraum Hotel Achtermann, Rosentorstraße 20 in 38640 Goslar


Weitere Informationen: www.archaeometrie.uni-hannover.de


Formlose Anmeldungen bitte an: harz@aci.uni-hannover.de

Donnerstag, 6. Juni 2013

13:30 Begrüßung
Oberbürgermeister der Stadt Goslar, Dr. Oliver Junk
Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur
Leibniz Universität Hannover, Prof. Carla Vogt
Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (NLD), Dr. Stefan Winghart
Geschäftsführung Weltkulturerbe Rammelsberg, Gerhard Lenz

Moderation: Landesarchäologe Dr. Henning Haßmann, NLD
14.00 Einführung, Dr. Henning Haßmann
14.15 Mittelalterlicher Bergbau im Harzraum – ein Überblick auf der Basis der Schriftquellen. Dr. Christoph Bartels, Deutsches Bergbau-Museum Bochum
14.45 21 Jahre Montanarchäologie im Harz – Ergebnisse und neue Fragen. Dr. Lothar Klappauf, NLD Arbeitsstelle Montanarchäologie Goslar
15.15 Neue Erkenntnisse zur Harzmetallurgie. Dr. Robert Lehmann, Leibniz Universität Hannover, Institut für Anorganische Chemie, AK Archäometrie
15.45 Zur Geologie der Rammelsberger Lagerstätte. Dr. Eckart Walcher, Geowissenschaftliche Beratung Waldsassen
16.15 Führung Grabung Altes Lager mit Schiefermühle. Klappauf/Lehmann


Freitag, 7. Juni 2013

Moderation: Dr. Andreas Bauerochse, NLD
09:00 Mittelmeer – Rhein – Harz – Ostsee. Die Entstehung eines Handelsnetzes im Mittelalter, Prof. Hansjörg Küster, Leibnitz Universität Hannover, Pflanzenökologie am Institut für Geobotanik
09.30 Anthrakologische Untersuchungen an Verhüttungsplätzen aus dem 10. bis 13. Jahrhundert im Harz: Holznutzung und Raubbau an den Wäldern. Dr. Hannes Knapp, Johannes Gutenberg-Universität Mainz Institut für Geowissenschaften und Prof. Wiebke Kirleis, Christian-Albrechts Universität Kiel Institut für Ur- und Frühgeschichte
10.00 Archäometallurgische Untersuchungen des Bronzeinventars der Lichtensteinhöhle. Dr. Andreas Kronz, Geowissenschaftliches Zentrum der Universität Göttingen
10.30 Grabungen auf Waldhütten - Lesen in einem Archiv mit vielen Fußnoten. Friedrich-A. Linke, Grabungstechniker i.R. des NLD, Arbeitsstelle Montanarchäologie Goslar
11.00 Kaffeepause

Moderation: Prof. Heiko Steuer, Institut f. Arch. Wiss., Freiburg
11.30 Verhüttung Rammelsberger Kupfererze im Mittelalter. Dr. Bastian Asmus, Institute for Archaeo-Metallurgical Studies London
12.00 Hildesheim - Ein Zentrum der Metallkunst im Umfeld des Harzes. Kunstgeschichtlicher Befund und Arbeitshypothese. Prof. Michael Brandt, Dom-Museum Hildesheim
12.30 Montanarchäologie in Sachsen – Neue Entdeckungen, Perspektiven und Projekte zum hochmittelalterlichen Silberbergbau. Dr. Christiane Hemker, Landesamt für Archäologie Dresden
13.00 Mittagspause

Moderation: Dr. Wolfgang Lampe, Nieders. Bergarchiv, Clausthal
14.00 Der Mitterberg als Montanlandschaft der Bronzezeit: Neue Aspekte der laufenden Forschungen. Prof. Thomas Stöllner, Abt. Montanarchäologie, Deutsches Bergbau-Museum Bochum
14.30 Fotobasierte 3D-Dokumentation über und unter Tage. Wilhelm Hannemann, TU Clausthal Institut für Geotechnik und Markscheidewesen
15.00 Rammelsberg und Oberharzer Wasserwirtschaft. Gerhard Lenz, Stiftungsdirektor Stiftung UNESCO Welterbe Harz, Goslar
15.30 Führungen Rathstiefster Stollen und Feuergezäher Gewölbe
Samstag, 8 Juni 2013

Moderation: NLD-Präsident Dr. Stefan Winghart
08.30 Bardowick – Entwicklung der Stadt vom 9. Bis 12. Jahrhundert und ihre Metallfunde. Drs. Jan-Joost Assendorp, NLD, Stützpunkt Lüneburg
09.00 Bardowick: Scheibenfibeln und Messingverarbeitung. Daniel Fellenger, Leibniz Universität Hannover, Institut für Anorganische Chemie, AK Archäometrie
09.30 Rohstofftransfer nach Skandinavien - Haithabu und der Kontinent in der
späten Wikingerzeit. Dr. Volker Hilberg, Universität Kiel, Archäologisches Landesmuseum, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen
10.00 Brass and other copper alloys of the Meuse valley in the middle Ages: links between market and techniques. Dr. Nicolas Thomas, Institut National de Recherches Archéologiques Préventives, Laboratoire de médiévistique occidentale de Paris - Université Paris 1, France ; Dr. David Bourgarit, Responsable du groupe Métal, Centre de Recherche et de Restauration des Musées de France, Ministère de la Culture et de la Communication, France ; Dr. Bastian Asmus, Institute for Archaeo-Metallurgical Studies London und Marie Verbeek, Jean Plumier, Service public de Wallonie – Service de l'archéologie
10.30 Das ottonisch-salische Silberbergwerk Wiesloch bei Heidelberg: Lagerstätte, Abbau, Verhüttung, Umweltveränderungen. Dr. Ludwig Hildebrandt, Büro für Denkmalpflege und Umweltschutz Wiesloch
11.00 Kaffeepause

Moderation: NLD-Präsident Dr. Stefan Winghart
11.30 Der Erzbergbau des 13. Jahrhunderts im Böhmisch-Mährischen Bergland (Tschechien). Dr. Petr Hruby, ARCHAIA Brno o.p.s., Arbeitsstelle Jihlava, Tschechien
12.00 Aspekte zur Technologie und Ökonomie des prähistorischen Kupferbergbaus in Westeuropa. Christian Groer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
12.30 Abschluss-Statements
13.00 Verabschiedung



Januar - März 2013: Gelegenheit zum "Winterschlaf" gab es nicht viel: Veränderungen im Welterbeteil Walkenried, den passiven Gräben des Welterbes aber auch im Zentrum Goslar und Rammelsberg - und auch die zentralen IT-Veränderungen durch die neuen Planungen im Bereich der Kaiserpfalz Goslar-  sorgen für genug Beschäftigung. Kleinigkeiten wie Bausondagen am Mönchehaus in Goslar wurden nebenbei erledigt.  Zeit frißt natürlich auch deie Vorbereitung des Symposiums mit der LUHannover am 06.-08.06.2013 im Rammelsberg. Dazu ist der Fortgang der Grabungen im Alten Lager noch unsicher. für die Veranstaltung  ein zentraler Punkt.  Weiterhin positiv zu bemerken bleibt, daß die Dissertation von Bastian Asmus in London zur Grabung Huneberg, nun in Bochum gedruckt worden ist.

Das Grabungsareal ist den winterlichen Verhältnissen angemessen gesichert und wartet mit neuen spanneneden Einsichten, inzwischen überholenden Montanrevieren wieder in der führenden Rolle gerecht werden zu können.....




Dezember 2012: Die aus der Firste geborgenen Hölzer sind gut im Stollen untergebracht, die Datenbanken auf aktuellem Stand und die Zeichnungen aktualisiert. Für das Neue Jahr zeichnen sich spannende Momente ab - packen wir`s an....


November 2012: Die geborgenen Hölzer werden mit dem bewährten DUOMAT in Räumlichkeiten des Rammelsberg-Welterbemuseums abschließend dokumentiert. Die fertigen Hölzer werden in den Stollen transportiert. Währenddessen läuft im Büro die Nachbearbeitung der Foto- Und Zeichendokumentation. Bei diesen Arbeiten danken wir für grandiose Unterstützung der Rammelsberg-Crew und der Bergbau Goslar GmbH.




Dokumentation mit DUOMAT (Foto: R. Doppernas)

Oktober 2012: Das Wetter ist den Restarbeiten gewogen: Der "Schacht" und die Stollenfirste werden abschließend dokumentiert. Unerwartete Hilfe und Ergänzung bringt Herr Hannemann von der TU Clausthal, der für eine 3-D-Dokumentation Aufnahmen macht und schon gleich brauchbare Ergebnisse produziert, die noch verfeinert werden. Die oberen Hölzer der Firste werden vor Ort von der Fa. DELAG und Herrn Leuschner für die Dendro-Analyse beprobt. Letzte Führungen vor dem Frost.



Winterfeste Grabung - hoffentlich widersteht sie dem Wetter. (Foto: R. Doppernas)

September 2012: Der Tag des Offenen Denkmals war mit je ca. 70 Besuchern bei 4 Grabungsführungen im Alten Lager ein guter Erfolg. Die Firste des Stollens ist frei gelegt und muß nun dokumentiert werden. Deutlich ist das Getriebe erkennbar. Noch unklar ist die schachtartige Installation, während der Durchbruch auf der Gegenseite durch das Liegende deutlich ist.  - Die Grabungen am Alten Rathaus in Goslar sind abgeschlossen, die Kollegen Klaus Harenberg und Richard Landwehr vom NLD in Hannover haben sich dort sehr verdient gemacht.


Das frei gelegte Getriebe, links die schachtartige Anlage (Foto: R. Doppernas, NLD)

August 2012: Die Befunde am Rammelsberg werden immer spannender. Das Liegende ist auf weite Teile freigelegt und zeigt eine deutliche Störung, in der der vermutete Stollen verläuft. Die Hölzer - des Stollenausbaus? - verdichten sich, im Bereich des vermuteten Schachtes kommen weitere Teile des Ausbaus zu Tage. Einige Hölzer müssen abgebaut werden, es stellt sich nun das Problem der Konservierung, das zunächst provisorisch geklärt wird, aber einer befriedigenden Lösung bedarf ebenso wie die Visualisierung der Gesamtsituation der bergbaulichen Installation.

Reste des Stollenverbaus ,, noch nicht freigelegt, nach rechts auf den vermuteten Schacht zu führend

(Foto: René Doppernas)


Juli 2012: Die Grabung auf dem Hüttenplatz in Astfeld mit F,.A. Linke kann rechtzeitig zum Urlaubsbeginn abgeschlossen werden. Die Befunde in der partiellen Wüstung aus dem 12./13. Jh. geben einige Rätsel auf, aber das sind wir ja gewohnt... - Am Rathaus in Goslar geht es in den vorletzten Bauabschnitt, die Befunde und Funde sind nicht überwältigend - am Rammelsberg gehen die Arbeiten bei nun zu heiß und trocken werdenden Wetter gut vorsan; eine willkommene Abwechslung ist das bereits schon traditionelle Umweltpraktikum der Uni Hannover (Dr. Lehmann), das Hilfestellung bei der Schichtanalyse bietet.


Messungen mit der tragbaren RFA an den Erdschichten (Foto: René Doppernas)

Juni 2012: In Fortsetzung des vermuteten Schachtes aus der Zeit um 1250 n.Ch.- auf diesen hin zielend -  deuten sich die Hölzer eines Stollenvortriebs - oder einer Rutsche - an. Schlechtes Wetter und natürlich mangelnde Arbeitskapazität machen ungeduldig.Die Profile müssen begradigt werden, die Fläche in Schnitt 2 mit den Wagen- und Trittspuren weiter bearbeitet werden. Das überwinterte Förder(?)seil muß ausgegraben werden.



Parallel liegende Hölzer - Reste eines Vortriebes oder einer Rutsche des 13. Jhs.



Mai 2012: Am Rammelsberg müssen 4000m3 Haldenmaterial abgetragen werden, damit die zukünftigen Grabungen sicher in die Horizonte vor 1400 n.Chr. abgetieft werden können.


Baggereinsatz am Alten Lager des Rammelsbergs (Foto: M. Stöter)


In Astfeld - temporäre Wüstung - läßt sich im 1996 prospektierten Bereich der Rest eines "Agricola-Ofens" sichern (mit F.-A. Linke).

Am Goslarer Rathaus gehen die Arbeiten planmäßig weiter, ein zugemauerter Kellereingang kann freigelegt werden.


Januar - April 2012: Nach dem Beginn der Arbeiten am Alten Rathaus der Stadt Goslar, werden die Fundamente abschnittsweise frei gelegt und dokumentiert. Wie üblich stellen sich immer mehr Fragen zur Baugeschichte.

Dank der Unterstützung durch die ARGE und Caritas Goslar kann die Grabung im Alten Lager des Rammelsbergs ab Mai fortgesetzt werden.




Dezember 2011: Grabungsbericht, Inventarisierung der Funde und Dokumentation sind gut geschafft, das empfindlichste Fundmaterial in der Werkstatt. 14C-Proben sind eingereicht, die botanischen Profile gesichert. Vor dem Beginn der Winterbaustelle am Alten Rathaus in Goslar ist erholsame Pause - zumindest-was die Grabung angeht - angesagt und es bleibt nur Ihnen und allen Freunden und Mitarbeitern:



November 2011: Noch rechtzeitig vor dem ersten Schnee konnte die Grabung winterfest gemacht und die Nachbearbeitung begonnen werden. Der Kooperationsvertrag mit dem Institut für Anorganische Chemie der LU-Uni Hannover (Prof. Vogt und Dr. Lehmann) ist endlich unter Dach und Fach.  Eine Bachelor-Arbeit zur Hüttenprospektion bei Prof. Gursky, TU Clausthal, wurde erfolgreich mit Unterstützung von R. Lehmann, Uni Hannover, abgeschlossen und findet Nachfolgearbeiten. Bleibt nun darüber nachzudenken, wie es im kommenden Jahr weiter geht und u.a. die museale Präsentation umgesetzt werden kann. Die Vorbereitung der baubegleitenden Grabungen bei der Sanierung des Alten Rathauses der Stadt Goslar, wie auch andere, vor allem touristische Projekte im Landkreis Goslar, machen unnötig Kopfzerbrechen.


Hufabdruck in den Sedimenten des 12./13. Jhs. (Foto: R. Doppernas)


Oktober 2011: Vorrangig müssen die Vorbereitungen für den Winter betrieben werden: Profile putzen und dokumentieren, bei schlechtem Wetter Büroarbeiten. Ablenkend wirkt in der noch zu bearbeitenden Fläche die Entdeckung eines gut erhaltenen Förder(?)-seils und Wagenspuren in dem verlandeten Teich, begleitet von Hufeindrücken und sogar den Abdrücken eines Rehs. Die Schicht gehört der Stratigraphie nach in die Zeit des 13. Jhs. - und geben einen lebendigen Eindruck vom Alltagsleben wieder.


Links das Förder(?)-seil, auf das die Wagenspuren hinzielen. Zwischen diesen die Hufabdrücke

(Foto: R. Doppernas)


September 2011: Am Tag des Offenen Denkmals finden erfreulich viele Interessierte den Weg zum Rammelsberg. Auf der Grabung wird die Schönwetterperiode genutzt, die Arbeiten gehen zügig voran. Die Funde - ein dritter Schuh, sogar mit nun vorhandenem Schaft und ein gut erhaltenes Lämpchen -  tragen ordentlich zur Motivation der fleißigen Mitarbeiter bei. 


  Zum Tag des Offenen Denkmals wird im Eingang des Rammelsberger Bergwerksmuseums eine kleine Ecke für aktuelle Funde eingerichtet (Foto: F. Wachholz)


August 2011: Widriges Wetter kann den Fortschritt der Grabung im Alten Lager nicht aufhalten. Die nach der Baggeraktion erkennbare Holzkonstruktion erweitert sich, in den benachbarten Schnitten zeichnen sich weiter die "Teichschichten" ab. Beim Freilegen der Holzkonstruktion kann wieder eine Schuhsohle frei gelegt werden.


Schuh Nr. 2 in situ (Foto: R.Doppernas, NLD)


Juli 2011: Bereits beim Aufbereiten der Baggerfläche zeigen sich spannende Befunde: ein "Loch" im Liegenden, eine massive Holzkonstruktion in den Schichten des 13./14. Jhs - Vermessungsübung der Uni Hannover am Rammelsberg -ab Mitte Juli ist die grabungsmannschaft komplett: endlich.... -


Juni 2011: Für das Regenrückhaltebecken bei Riechenberg muß der mittelalterliche Teichdamm geschnitten werden. Mit Hilfe der Techniker und Zeichner des NLD Hannover kann das Profil dokumentiert werden - Die Grabung im Alten Lager hat mit Aufräumarbeiten der Winterschäden gut begonnen, mit Großmaschinen muß die Grabungsfläche 2011 zur Freilegung des Liegenden der Rammelsberglagerstätte vorbereitet werden. -  Dazu müssen die bisherigen Installationen um die Bauwagen verlegt werden


Mai 2011: Baustelle im Goslarer Bergdorf leider ohne größeren Befund; am Rande der Baugrube Hinweise auf einen außerhalb der Grube liegenden Keller. Im Aushub 1 Wandscherbe 11./12. Jh. - im Kurpark der Stadt Bad Harzburg bei der Freilegung des Riefenbachs Hinweise auf Verhüttung von Eisenerzen in der Nähe - Antrag mit der Caritas Goslar bei der ARGE zur Fortsetzung der Grabung im Alten Lager Rammelsberg genehmigt: es kann weiter gehen! - Die mobile Analytik bewährt sich bei Messungen am Godehard-Schrein im Dommuseum Hildesheim


Februar/März/April 2011: Die winterlichen Aufräumarbeiten und die Planung für das laufende Jahr, vor allem die kommende Grabungskampagne wechseln sich ab mit Planungen vor allem im Stadtgebiet Goslar - Geophysikalische Prospektion auf der Harzburg mit EASTERN ATLAS  recht erfolgreichtrotz der sehr widrigen Oberflächenbedingungen und tiefgründigen rezenten Störungen


Januar 2011: Pünktlich zu Weihnachten erhielten wir die lang ersehnten mobile RFA-Analysengeräte. Die Zusammenarbeit mit dem Institut für Anorganische Chemie der Leibniz-Universität Hannover (Frau Prof. Dr. C. Vogt und R. Lehmann) öffnet hiermit bisher nicht erahnte Möglichkeiten für die Geländeprospektion ebenso wie auch die Funduntersuchung - Erstellung des Grabungsberichtes zum Alten Lager geht voran - Flyer zum Ilsenburger Stieg (mittelalterliche Schlackenhalden und Naturschutz) im/mit Nationalpark Harz ist erschienen






Dezember 2010: Aufarbeitung der Grabung Rammelsberg geht gut voran.



Foto F. Wachholz

November 2010: Pünktlich mit den ersten Schnee ist die Grabung am Rammelsberg winterfest.


Oktober 2010: Jeder ordentliche Tag wird genutzt . Flächen und Profile werden geputzt und gezeichnet


September 2010:
Die Grabungen am Rammelsberg laufen bei arg schlechtem Wetter gut voran, im östlichen Schnitt ist mit einer schom 2008 beobachteten Wegstickung der mittelalterliche Horizont erreicht.  - Der Tag des Offenen Denkmals wird nicht nur dank des hervorragenden Wetters ein guter Erfolg - Am 22,/23. besuchen Kollegen aus Frankreich und Luxemburg die Grabung. In diesem Werkstattgespräch zeichnen sich  ungeahnte neue Perspektiven für die interdisziplinäre Zusammenarbeit ab.


Nicht nur Fragen der Metallherkunft wurden am Goslarer Marktbrunnen diskutiert (Foto F. Wachholz)


August 2010: Die Grabungen im Alten Lager des Rammelsberg gehen trotz sehr schlimmen Wetters gut voran,  die frühneuzeitlichen Aufträge sind nun bald überwunden, das Hohe Mittelalter blickt durch.



Im Rahmen der Bauleitplanung hat F.-A. Linke vom Landkreis Goslar vorschnelle Eingriffe im Bereich der partiellen Wüstung Astfeld beobachtet. Die anschließende 2-wöchige Befunddokumentation mit der Arbeitsstelle Montanarchäologie bestätigt die schon 1997 durch Geophysik begründete Siedlungsausdehnung (Foto: F.-A. Linke)



Juli 2010: In den beiden Grabungsschnitten werden werden die vom Hangenden abgerutschten Halden frei gelegt. Darunter sind bereits die älteren Verfüllungen des Tagebaus zu ahnen. Besonderer Fund: Fragment eines Öllämpchens mit Griffloch (bereits das zweite Exemplar)



(Foto: F. Wachholz)


Juni 2010: Beginn der Grabung im Ausbiß des Alten Lagers am Rammelsberg



Mai 2010; Weiterhin Vorbereitung einer größeren Grabung im Alten Lager des Rammelsberg mit wenigen Mitarbeitern -  Endlich! die Tafel zur Beschilderung der Erzabfuhrwege soll am 26. Mai präsentiert werden - Antrag für 10 Mitarbeiter zur Grabung im Alten Lager des Rammelsbergs mit Caritas Goslar genehmigt  - ehem. Beauftragter des Ldkr, Goslar für die Archäol.Denkmalpflege, E. Reiff, dem für intensive Zusammenarbeit zu danken ein Vergnügen ist, erhält Niedersächsischen Verdienstorden - Beschilderungstafel der Erzabfuhrwege am Rammelsberg mit Rammelsberger Bergbaumuseum und Stadtforst Goslar präsentiert.


April 2010: Baustellenbeobachtung einer Wasserleitung im äußeren Bereich der frühen Befestigung "Reitbahn" ohne Befund. Nördlich Neuwallmoden Schnitt durch eine Schlackenhalde der Kupfergewinnung des 13./14. Jhs. - Abbaggern der von Straßenbaumaßnahmen betroffenen Fläche der Wüstung Barkefelde bei Hattorf mit Kreisarchäologie Osterode bleibt ohne Befund - Vorbereitung einer Erweiterung der Sondage am Alten Lager des Rammelsbergs

Januar - März 2010: Einarbeitung neuer Mitarbeiter - Abgleich und Korrektur der Fundstellendatenbanken und Ortsakten


Dezember 2009: Strominstallation für die Grabung am Ausbiss des Alten Lagers Rammelsberg durch BGG - Aufarbeitung der Grabung des karolingischen Eisenverhüttungsofens am Iberg (2005) mit F.-A. Linke und analytische Auswertung der Erz- und Schlackenfunde durch C.Kriete, BGR Hannover.

November 2009: Wiederum Wechsel der Mitarbeiter... - Erarbeitung eines Konzepts für ein kleines Ausstellungssegment zum mittelalterlichen Montanwesen im Rahmen der Ausstellung "Burg und Herrschaft" im Deutschen Historischen Museum Berlin im Jahre 2010, das nicht mit der zeitgleichen Ausstellung zum "750-jährigen Jubiläum der Knappschaft" in Bochum kollidiert , besonders was die zu präsentierenden Funde angeht - Freilegen der Grabungsfläche am Ausbiss des Alten Lagers Rammelsberg von modernem Haufwerk durch Bergbau Goslar GmbH bis auf oberste Schichten des ehem "Teiches" aus dem 14. Jahrhundert.



B. Ullrich im Feuergezäher Gewölbe des Rammelsbergs (Foto H.-G. Dettmer)



Oktober 2009: Geophysikalische Probemessungen im Feuergezäher Gewölbe und am Alten Lager Rammelsberg durch B. Ullrich, FU Berlin/Eastern Atlas mit hervorragenden Ergebnissen - Informationstafel an der Grabung Johanneser Kurhaus bei Clausthal-Zellerfeld steht schon - Sondageschnitt durch die "Dorfstraße" im Hanedorp.












Trotz tatkräftiger Hilfe hielt der Regenschutz  des Schlämmplatzes nicht lange dem Wind stand...



September 2009: Schlämmen der Bodenproben aus unseren Harzgrabungen mit/für Dipl.-Biol. Hannes Knapp, Uni Kiel - Baustelle im Stadtkern von Seesen bleibt ohne Befund, ebenso die Verdachtsfläche an der B 243 bei Steina.


August 2009: Ein Mitarbeiter für die Untersuchungen am Alten Lager zusätzlich für kurze  Zeit eingestellt! Mit  ihm werden nun die Vorbereitungen für größere Grabungen 2010 durchgeführt, mit phantastischer Unterstützung der Bergbau Goslar GmbH! - Erste Begehungen im Rahmen der Erweiterung der B 243 bei Steina negativ.

Juli 2009: Detailvermessung der Ortswüstung Hanedorp mit Ldkr. Goslar- Geländetests im Rahmen des Neubaus der B243 bei Bad Sachsa

Mai/Juni 2009: Befliegungen der Schiefermühle auf Grund der Wetterlage verschoben - Wechsel der Mitarbeiter - Vorbereitung der Präsentation zum Welterbetag - Abgleich der Fundstellendatenbanken - aufregende Funde zweier Flachbeile und eines Bronzeschwertes aus Kupfer- Frühbronzezeit durch M. Gädke - Entdeckung einer bisher nicht bekannten Ortswüstung im Harzgebirge durch F.-A. Linke - Vorbereitung der Geländeprospektion auf der neuen Ortswüstung - Geophysikalische Prospektion im Rahmen des Neubaus der B243 mit Eastern Atlas in vielleicht neolithischem Fundgebiet

März/April 2009: Befliegung der Schiefermühle und Umgebung am Rammelsberg mit Octocopter des DLR - Aufarbeitung der Makroreste aus Bodenproben montanarchäologischer Grabungen durch H.Knapp, bei Prof. W.Kirleis, Kiel

Februar 2009: Planung von Befliegungen zur Geländeaufnahme auch. mit Robot-Flugzeugen des Geländes zwischen Stadt/Bergdorf/Maltermeister Turm/Schiefermühle/Museum zur Geländevermessung und Erstellung virtueller, "begehbarer" 3.D.Modelle mit DLR (Dipl.-Ing. B. Strackenbrock, Berlin, sowie zur verbesserten Grabungsdokumentation

Januar 2009: Gestaltung der Eingangsvitrine in der Arbeitsstelle - Aufbereitung der Fundstellendias für die Abgabe in das Archiv des NLD - Abgleich der Fundstellendatenbank mit ADABWeb - Bemühungen um die Finanzierung der Grabung am "Alten Lager" und einen Ersatz des Technikers F.-A. Linke (bitte Daumen drücken!)

Dezember 2008: Wechsel der Mitarbeiter, Einarbeitung; Aufarbeitung der Vermessung am Rammelsberg

November 2008: Geophysikalische Prospektion der Wüstung Barkefelde bei Hattorf, Ldkr. Osterode mit Kreisarchäologie

Oktober 2008: Mit dem ersten Schnee Schlußdokumentation der Profile am Alten Lager Rammelsberg - Aufarbeitung der Dokumentation und der Funde

September 2008: Erneuerung der Ausstellung im Oberharzer Bergwerksmuseum und Erstellung einer Tafel an der Grabung Johanneser Kurhaus - Tag des Offenen Denkmals am Rammelsberg - Tag des Offenen Steinbruchs am Iberg - 24. Beiratssitzung - Tag des Geotops am Rammelsberg

August 2008: Durchforstung der Erzabfuhrwege am Rammelsberg - Entwurf einer Beschilderung

Juli 2008: Vermessung der Wüstung Wanlefsrode im Nationalpark mit der Universität Hannover

ab Mai 2008: Sondierungen am Alten Lager Rammelsberg bei Goslar

April 2008: Dokumentation bei Sanierung der Fundamente des Rathauses in Goslar

1. März 2008: Bezug der neuen Räume Bergtal 18, bei der BGG


Grabungen der Arbeitsstelle bis 2007:

1981/82 - Goslar, Brüdernkloster
Baugeschichte des um 1230 n. Chr. gegründeten Klosters mit älteren Verhüttungsrelikten.


1981 - Stübchental bei Bad Harzburg
Fundstelle spätbronzezeitlicher Keramik unter einem jüngeren Platzmeiler in ca. 600 m ü.NN.

1981-85 - Düna bei Osterode
Siedlung des 1.-13. Jhs. n. Chr., frühmittelalterlicher Herrensitz mit Verhüttung Rammelsberger und Oberharzer Erze seit dem 3./4. Jh. n. Chr.

1982 - Förste bei Osterode
Freilegung der ehem. Kapelle auf Grund geplanter Straßenbaumaßnahmen

1982 - Badenhausen
Sicherung frühmittelalterlicher Siedlungsbefunde bei Neubaumaßnahmen mit Wilhelm Reissner

1987-91 - Johanneser Kurhaus, Clausthal-Zellerfeld
Schmelzplatz für Blei/Silber des 9./10. Jhs. und daraus erwachsende Hütte des 12./13. Jhs. n. Chr.

1988/89 - Kunzenloch bei Lerbach
Kleiner Kupferschmelzplatz eines größeren Ensembles des 9./10. Jhs. mit Plattenschlacken.

1990/91 - Riefenbach bei Bad Harzburg
Saisonaler Schmelzplatz Rammelsberger Erze des 11./12. Jhs. n. Chr.

1992 - Goslar, Am Stoben
Städtische Siedlungsrelikte nahe des mittelalterlichen Marktbezirks des 13. Jhs. n. Chr. mit Hinweisen auf Buntmetallgewinnung und Zwischenlager für Rammelsberger Erze.

1993 - Goslar, Hinter den Brüdern
Gräberfeld des 18. Jhs. am ehem. Brüdernkloster mit Relikten älterer Silbergewinnung.

1993 - Wurmberg
Sondierung iim Bereich des vermuteten Steinplattenwegs anlässlich der Sprengung des NATO-Turms, ohne Befund

1994 - Brautsteinweg, Rammelsberg
Kleiner Schmelzplatz für Blei/Silber des ausgehenden 9. Jhs. n. Chr. (um 870 n.Chr.) in unmittelbarer Nähe zum Rammelsberg.

1994 - Goslar, Kaiserpassage
Siedlungsrelikte, vor allem Kloaken und Brunnen des 12.-18. Jhs. n.Chr. im Stadtgebiet.

1994 - Hunderücken, Untere Innerste
Prüfungsgrabung von Dirk Hering auf kleinem Schmelzplatz in größerem Ensemble für Buntmetall, genutzt im 9./10. und wiederum im 11./12. Jh. n. Chr.

1995 - Goslar, Baßgeige
Siedlungsrelikte der Bronze- und Kaiserzeit, frühmittelalterliche Siedlung mit Buntmetallgewinnung, im 12./13. Jh. Wüstung; vermutlich identisch mit der historisch überlieferten Siedlung Stapeln.

1992-97 - Lasfelder Tränke, Brandhai
Kleiner Schmelzplatz für Buntmetall, genutzt im 9./10. und wiederum im 11./12. Jh. n. Chr.

1996/97 - Schnapsweg
Kleiner Schmelzplatz, auf dem im 10. Jh.n.Chr. aus Rammelsberger Erz Kupfer erschmolzen wurde.

1997 - Goslar, Vogelsang
Bei Baumaßnahmen in der Stadt unter vermutlich frühneuzeitlicher Bebauung zwei regelmäßige Gruben mit Erz und Keramik des frühen 11. Jhs.n.Chr.

1998 - Kötental
Vom Wegebau angeschnittener kleiner Schmelzplatz, auf dem im 10. Jh. n. Chr. aus Rammelsberger Erz Kupfer erschmolzen wurde. Dabei hervorragend erhaltener originaler Waldhorizont aus der Zeit unmittelbar vor der Nutzung als Schmelzplatz freigelegt und geborgen.

1999 - Rhode
Nach intensiver Prospektion im Bereich der Motte des 12./13. Jhs. n.Chr. Ausgrabung des Burgplateaus und Teilen des Umfelds durch Dr. Gregor Schlicksbier

1999 - Rabental
Sondierungen an Schlackenhalden und Meilerplätzen im Rahmen eines Jugendlagers des IJGD im Revier Spiegeltal, Gmkg. Zellerfeld, Forst, GfG Harz

1999 - Tannhai
Probeschnitt an einem Blei- /Silberschmelzplatz des 9. – 10. Jh. N. Chr. mit Sinderschlacke

1999 - Brunnenbachtal
Im Rahmen der Diplomarbeit von Claudia Bardowicks im Brunnenbachtal bei Braunlage zwei Sondagen an  „Altem Wall“ und Hohlweg. 

2000-2001 - Obere Schildau/Hahnental
Sicherung eines durch einen Rückeweg angeschnittenen Kupferschmelzplatzes des 10. Jhs.n.Chr. mit Plattenschlacken und Ofenresten. Notdürftige Befundsicherung

2001 - Huneberg
Prüfungsgrabung von F. Hirschfelder an Schmelzplatz des 12. Jhs.n.Chr.; intensive geophysikalische Prospektion

2002 - 2004 - Huneberg
Ausgrabung des Schmelzplatzes im Steinbrucherweiterungsgebiet

2004 - Pandelbachtal
Probeschnitt auf geophysikalisch prospektiertem Schmelzplatz des 13./14. Jhs.n.Chr. durch Dr. Marcus Blaich

2005 - Iberg
Sondierung und Dokumentation der Bergbauspuren im Steinbrucherweiterungsgebiet durch Team der Fels-Werke mit Dipl.-Geolk. Arnold Quest

2005 - Iberg/Hübbelweg
Ausgrabung eines frühmittelalterlichen Eisenschmelzplatzes

2006 - Obere Schildau/Hahnental
Abschluß der unterbrochenen Dokumentation mit Freilegung eines Schmelzofens mit komplizierter Windführung des 10. Jhs. n.Chr.





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